Hörspiele für Kleinkinder – Fluch oder Segen?

Egal ob alte Hörkassette, CD, heruntergeladene Audio-Datei (z.B. MP3) oder via Smartphone oder gestreamed über das Internet….die Faszination, die von Hörspielen, wie z.B. Benjamin Blümchen, Hanni & Nanni, Conni, Bibi Blocksberg usw. ausgeht, ist über alle Medien präsent und lässt sich kaum umgehen, weder von den Kindern noch den Eltern. Aber wie gut und pädagogisch wertvoll sind Hörspiele wirklich für Kleinkinder, wo sind die Grenzen (Alter, Zeitlimit, Häufigkeit, Themen) und gibt es überhaupt welche?

Pro und Contra

Ist es nicht einfach toll, spannenden Geschichten zu lauschen und sich eigene Bilder dazu auszumalen? Ich selbst erinnere mich gern daran, ich habe als Kind (und das ist ja doch schon einige Jahre her) wahnsinnig gerne solche Geschichten angehört und ich kenne tatsächlich kaum eine Person in meinem Umfeld, bei der es anders war.

Laut einer bundesweiten EMNID-Umfrage des audiblemagazins aus dem Jahr 2016 wachsen sogar rund 91 % der Kinder zwischen 3 und 8 Jahren in Deutschland mir Hörspielen auf. Das sind erstaunliche Zahlen. Die Hörspiel-Gemeinschaft e.V. hat vor der Frankfurter Buchmesse 2014 eine Umfrage zur Genre-Beliebtheit von Hörspielen gestartet und veröffentlicht. Dabei wurden 431 Personen aus dem deutschsprachigen Raum befragt, welches Genre sie bei Hörspielen bevorzugen. Dabei landeten Kinder- und Jugendhörspiele sogar auf dem 2. Platz mit 46,4% und Märchen immerhin auf dem 11. Platz mit 17,6%.

Wie bei den meisten Themen und Fragestellungen gibt es auch hier Befürworter und Kritiker. Am Ende ist sicherlich – wie bei den meisten Dingen im Alltag – der beste Weg, ein gesundes Mittelmaß zu finden und mit sensibler Beobachtung beim Kind zu sein. Nachweislich ist das gesprochene Wort für Kinder unheimlich wichtig, nicht nur für die sprachliche Entwicklung, auch für die Ausbildung der Phantasie und Förderung der Kreativität. Das ist uns inzwischen allen hinreichend bekannt. Aber wenn es manchmal einfach nicht mit dem Vorlesen klappt? Warum nicht auf ein gutes Hörspiel ausweichen?

Anders als beim passiven Fernsehen werden dem Kind beim Hörspiel  keine visuell vorgefertigten Bilder, Gestiken oder Mimiken passend zur Geschichte präsentiert. Beim Hörspiel muss das Kind aktiv zuhören und sich auf die Sprache einlassen sowie eigene Bilder im Kopf zur Geschichte kreieren. Deshalb stellen Hörspiele im allgemeinen eine gute Alternative zum Fernsehen dar und gelten durchaus als wertvoll. Dies bestätigt selbst Jesper Juul, der bekannte Familientherapeut. Hörspiele regen nicht nur das Gehirn an, sie unterhalten, unterstützen die Entwicklung der Phantasie, lehren und üben außerdem die Konzentrationsfähigkeit und das Zuhören. Sie fördern die Kreativität ähnlich wie das Lesen sowie die sprachliche Entwicklung und Wahrnehmung. Ganz nebenbei erweitern Kinder damit also auch ihren Wortschatz. Hörspiele können auch schwierige Themen bearbeiten, sie tasten sich vorsichtig und sensibel an für kleine Kinder schwer greifbare Situationen heran, wie z.B. die Sache mit dem Teilen, Mama bekommt noch ein Baby, Verantwortungsbewusstsein, Freundschaft, Wut, Eifersucht, Verlust, Zähneputzen, Anziehen, Konfliktlösungen aller Art. Hörspiele können daher nicht nur als begeisternde Geschichten gehört werden, sondern ggf. auch erklärend, beruhigend, Mut machend oder tröstend wirken. Da das Kind sehr viel selbst mitdenken und Zusammenhänge verstehen muss, können Hörspiele z.B. auch bei der Vermittlung von Werten wie Gut und Böse, Respekt, Mitgefühl hilfreich sein. Altersgerechte und pädagogisch wertvolle Hörspiele gelten als sehr lebendig und bunt, denn Kinder „leben“ oft regelrecht in den Geschichten.

Inzwischen kann man nahezu für jede Sparte und auch Situation Hörspiele finden und auswählen. Besonders vorteilhaft und praktisch sind Hörspiele z.B. für lange Auto- oder Zugfahrten (bei Kopfhörerbenutzung unbedingt auf die max. regulierbare Lautstärke für Kinder achten und diese nicht überschreiten!) oder bei langen Wartezeiten beim Arzt oder im Urlaub. Hat Dein Kind im Dunkeln Angst, kann ein Hörspiel die Angstgedanken vertreiben, wenn Dein Kind sich schöne Bilder in seiner Phantasie ausmalt und die Angst darüber vergisst. Hörspiele können auf vielfältige Weise fesseln oder auch ablenken und somit auch eine Art Auszeit für ein Kind (sowie die Eltern) darstellen.

Die Erziehungs-Expertin Kirsten Boie unterstützt Hörspiele durchaus. In der Kolumne „Familientrio“ der Süddeutschen Zeitung schreibt sie hierzu, dass sich das Kind durch Hörspiele mit allen möglichen Lebensthemen auseinander setzt und zudem die Entwicklung der Fähigkeiten zum Lesen gefördert wird.

Es gibt natürlich auch Kritiker mit konträren Argumente, die Hörspiele als genauso schädlich erachten wie Fernsehen und Tablet-Spiele. Sie würden das Kind in eine Traumwelt abgleiten lassen, der Bezug zur Realität ginge verloren. Wenn Hörspiele unbegrenzt als Berieselung eingesetzt werden und dabei als Ersatz für soziale Kontakte gelten, so ist dies für die Entwicklung der Kinder nicht förderlich. Kritiker fürchten, dass das ständige Hören von Hörspielen Zeiten von Langeweile überbrücken soll. Aber auch Langeweile muss von Kindern erfahren und erlernt werden. Sie einfach immer sinnlos zu berieseln wirkt sich eher kontraproduktiv aus. Außerdem werden Hörspiele, im Vergleich zu Büchern, mit weniger Sinnen erlebt. Beim Hörspiel wird nur gehört, beim Buch kann man auch anfassen, riechen, sehen. Eine schöne Illustration und Typografie der Geschichte kann ein Buch zu einem wundervollen Gesamterlebnis machen. Ein Hörspiel dagegen ist bzgl. Sprachstil und Betonung der Sprecher sowie der Schnelligkeit der Geschichte schon sehr festgefahren. Ein Hörspiel gibt die Geschichte fest vor, einen eigenen Leserhythmus kann das Kind damit nicht entwickeln, die Geschichte läuft von selbst weiter. Kurz innehalten, Momente der Geschichte nachwirken lassen, evtl. darüber sprechen, zwischendurch Fragen beantworten, wird schwierig.

Diese Argumente sind natürlich alle nicht von der Hand zu weisen. Natürlich möchten wir verhindern, dass unser Kind nur noch in den Hörspiel Geschichten lebt und kaum noch aus dem Zimmer kommt. Und als dauerhafte Geräuschkulisse im Hintergrund des Kinderzimmers sollten Hörspiele natürlich auch nicht eingesetzt werden. Auch bei Hörspielen kann man eine Pause einlegen und über die Geschichte sprechen, wenn das gewünscht ist oder notwendig sein sollte. Wenn man Hörspiele sinnvoll einsetzt, können sie als tolle Ergänzung zum Buch betrachtet werden, aber nicht als Ersatz für das Vorlesen oder Selbstlesen. Letzteres ist besonders bei Schulkindern wichtig, um das Lesen selbst und die Rechtschreibung zu üben. Bei kleineren Kindern ist das Vorlesen von Büchern und dabei das aktive Einbeziehen des Kindes und das Erarbeiten oder ggf. das Erweitern der Geschichten und Bilder gemeinsam mit den Eltern oder anderen Personen viel tiefgehender und nachhaltiger als bei Hörspielen.

Zum Einschlafen selbst scheinen Hörspiele weniger geeignet zu sein. Diese Meinung vertritt auch Swantje Goldbach, Pädagogin in der Nachhilfeschule Lernwerk in Berlin. Sie ist der Ansicht, dass sich Hörspiele als Einschlafhilfe später negativ auf das Lernverhalten von Kindern auswirken. Beim Einschlafen sollen sich Gehirn und Geist entspannen und abschalten. Swantje Goldbach erklärt, dass dem Gehirn bei einem Einschlaf-Hörspiel suggeriert wird, dass es abschalten kann wenn jemand spricht. Diese Gewohnheit wendet das Kind später dann unterbewusst auch in der Schule an, z.B. wenn ein Lehrer etwas erklärt. Ob man dieser Argumentation folgen mag, bleibt selbstverständlich jedem selbst überlassen. Ich persönlich finde auch, dass Hörspiele als Einschlafhilfe einfach „ungemütlich“ sind. Der Kuschelfaktor und das gemeinsame Zur-Ruhe-Kommen gehen dabei einfach verloren, wenn ich meinem Kind einfach nur eine Geschichte am CD-Player anschalte. Aber das ist sicher eine Geschmackssache und individuell. Ich liebe unser Abend-Bettgeh-Ritual und lese immer gerne Gute-Nacht-Geschichten für meine beiden Töchter vor…und noch eine und vielleicht noch eine.

Unterschied zwischen Hörspiel und Hörbuch

Oft hören wir anstatt dem Wort Hörspiel auch Hörbuch. Gibt es da überhaupt einen Unterschied? Ja gibt es. Kurz und knapp erklärt: bei einem Hörbuch gibt es einen Vorleser, er liest, wie bei einem richtigen Buch, die Geschichte vor. Bei einem Hörspiel werden die Rollen der Geschichte separat verteilt, es gibt für jede Figur einen eigenen Sprecher, ähnlich wie bei einem Schauspiel oder Film. Alle Sprecher lesen und „spielen“ ihre Rolle aus der Geschichte. Ob Kinder nun das eine oder andere lieber mögen ist Geschmackssache und vielleicht aus situationsbedingt verschieden. Das Hörspiel „Benjamin Blümchen und die Zoo Feuerwehr“ würde ich mein Kind sicherlich nicht als Gute-Nacht-Geschichte hören lassen, ein schön erzähltes Hörbuch mit einer ruhigen Gute-Nacht-Geschichte zum Einschlafen dafür schon eher….und auch nur, wenn ich wirklich mal so gar keine Zeit zum Selbstlesen haben sollte.

Die magische Altersgrenze

Viele Hörspiele beginnen ab einem Alter von 2 Jahren. Für mich persönlich ist das auch die absolute Altersuntergrenze. Jüngere Kinder haben weder das notwendige Vokabular noch das Verständnis für die Zusammenhänge einer Geschichte, deren Bilder sie dazu in ihrem Kopf kreieren sollen. Bei namhaften Verlagen, wie z.B. Verlagsgruppe Oetinger oder audible GmbH findet man daher auch keine Hörspiele für Kinder unter 2 Jahren. Ab 2 Jahren ist die Auswahl der Hörspiele stets an den jeweiligen Sprachwortschatz des entsprechenden Alters angepasst. Die Hörspiele überfordern dabei kleine Kinder nicht, regen und erweitern aber den kindlichen Wortschatz auf einfühlsame Weise an. Generell gilt, je kleiner die Kinder desto kürzer kann es sich auf ein Hörspiel konzentrieren. Gerade bei den noch ganz kleinen Kindern macht es anfangs durchaus Sinn, dass Eltern sich die Hörspiele kurz selbst anhören und entscheiden, ob die Geschichte mit allen Facetten für das Kind altersgerecht erscheint. Oftmals können scheinbar banale oder unbekannte Situationen oder Charaktere den Kindern Angst einjagen. Darauf sollten die Eltern vorbereitet sein oder ggf. im Vorfeld ein anderes Hörspiel auswählen.

Wie oft und wie lange Kleinkinder Hörspiele hören sollten ist wohl auch eine Gefühlsfrage. Beobachte Dein Kind, wie nimmt es die Geschichten auf und verarbeitet sie? Wie „geht es mit“ in der Geschichte? Passe die Länge und Häufigkeit an das Alter Deines Kindes an. Sei da, wenn Dein Kind Fragen zum Hörspiel hat oder danach gerne darüber sprechen möchte. Sicherlich ist es übertrieben, wenn ein 3jähriges Kind sich 3 Stunden jeden nachmittags mit Hörspielen beschallt. Und sicherlich ist es als untertrieben, wenn man einem Vorschulkind nach 10 Minuten Bibi Blocksberg den Stecker zur Stereoanlage zieht. Es gibt sicherlich gute Lösungen dazwischen.

Pädagogisch wertvolle Hörspiele

Ich selbst habe festgestellt, dass die Klassiker, wie die Kinder von Bullerbü, Pippi Langstrumpf, Jim Knopf, Alice im Wunderland, Nils Holgersson oder auch gute alte Märchen bei kleinen Kindern nicht aus der Mode kommen, sie stehen in punkto Spannung und Spaß den neun Geschichten und Figuren in nichts nach. Klassiker „gehen also immer“. Oft komplettieren Hörspiele für die ganz Kleinen die vorhandenen Bilder- und Vorlesebücher und integrieren neben der einfühlsamen Erzählung der eigentlichen Geschichte aus dem Buch-Vorbild lustige Kinderlieder oder Melodien zum Mitsingen oder einprägsame auch Reime. Bei der aktuellen Vielfalt an Hörbüchern kann man für größere Kinder sogar bereits nach Interessen filtern.

Die staatl. gepr. Kommunikationsfachfrau AMK, Texterin und zertifizierte Systemische Beraterin Vera Ortmann bringt meiner Ansicht nach den Mehrwert von Hörspielen mit einem wunderbaren Satz exakt auf den Punkt: „Jedem gesprochenen Wort (im Sinne von Hörbuch) geht ein geschriebenes Solches voraus. Jeder Film und jedes Hörspiel hat ein Drehbuch, jedes Hörbuch eine literarische Vorlage. Somit heißt Hörbuch für mich im Grunde nur: LESEN mit den OHREN.“

Hier noch einige meiner Meinung nach pädagogisch wertvolle Hörspiele, nach Alter gestaffelt:

Ab 2 Jahren:

  • Die Eule mit der Beule (v. Susanne Weber u. Ilka Teichmüller)
  • Wie kleine Tiere schlafen gehen (v. Susanne Lütje, Paul Maar, Anne-Kristin zur Brügge u.a.)
  • Geschichten von Bobo Siebenschläfer (v. Markus Osterwalder)
  • Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab? Neue Geschichten zum Kuscheln und Lauschen (v. Sam McBratney, Anita Jeram)

Ab 3 Jahren:

  • Es war einmal… (15 Geschichten v. Eleni Livanios (Zabini), Petra Steckelmann, Anne Ameling u.a)
  • Der Dachs hat heute schlechte Laune! (3 Geschichten v. Moritz Petz, Christophe Loupy, Birte Müller u.a.)
  • Der Regenbogenfisch (v. Marcus Pfister, Ursula Illert)
  • Geschichten der kleinen Hexe Lisbet (v. Lieve Baeten, Ursula Illert, Karla Marie Hübner u.a.)
  • Geschichten von Conni (v. Liane Schneider)

Ab 4 Jahren:

  • Geschichten von Pettersson und Findus (v. Sven Nordqvist, Laura Maire, Jens Wawrczeck u.a.)
  • Geschichten vom kleinen Eisbären (v. Hans de Beer, Sascha Icks)
  • Geschichten von Benjamin Blümchen (v. Elfie Donnelly)
  • Sieben Prinzessinnen und jede Menge Drachen (v. Christina Bjoerk)

Auditorix Hörbuchsiegel

Seit 2009 gibt es das bundesweite Hörbuchsiegel Auditorix, das von der Stiftung Hören und der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) entwickelt wurde und von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West unterstützt wird. Aufgrund der enormen Beliebtheit und hohen Zuwachsrate des Segments Kinder- und Jugendhörbücher brauchte es festgelegte Bewertungskriterien und Maßstäbe, um die Qualität von wertvollen Hörbüchern oder Hörspielen zu erkennen. Bestenlisten und Hörbuchpreise geben hier für Eltern, Pädagogen oder Kinder selbst nur eine punktuelle Hilfestellung. Das Hörbuchsiegel Auditorix ist sowohl für Kinder und Erwachsene eine verlässliche Orientierungshilfe in Bezug auf die Qualitätskennzeichnung altersgerechter Hörbücher und Hörspiele.

Die festgelegten Bewertungskriterien für dieses anerkannte Hörbuchsiegel sind: Geschichte, Stimmen, Unterscheidbarkeit, Klarheit, Spannung. Ausführliche Informationen zu den Bewertungen findet man auch auf der Website des Auditorix-Siegels http://hoerbuchsiegel.de/?q=content/das-siegel. Die Kriterien basieren unter anderem auf ausführlichen Kinderbefragungen, die die Stiftung Hören mit der Universität Siegen im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts durchgeführt hat.

Ziel des Siegels ist es, „Kinder neugierig zu machen auf das Leben und sie zum „Immer-wieder-Hören“ einzuladen.“

Was Eltern begleitend tun können

Sicherlich ist Sinn eines Hörspiels nicht, ein Kind vor den Lautsprecher oder den Kopfhörer aufzusetzen und sich seiner selbst zu überlassen. Hörspiele sollten nicht als Babysitter angesehen werden.
Ähnlich wie beim Thema Fernsehen oder Tablet-Spiele sollten die Eltern stets präsent sein, das Kind begleiten und beobachten und bei Rückfragen und Unsicherheiten immer auf das Kind reagieren. Vorteilhaft ist es bei „Hörspiel-Neulingen“ anfangs auch, wenn sich die Eltern das Hörspiel gemeinsam mit dem Kind anhören und danach ausführlich darüber sprechen. Was hat die Hauptfigur tolles erlebt? Was war besonders aufregend, schön oder verwirrend? Was hat das Kind nicht so richtig verstanden? Ermutige Dein Kind die Geschichte in eigenen Worten nachzuerzählen, helfe wo nötig bei den Kleinen. Wenn Dein Kind möchte, lass es dasselbe Hörspiel immer wieder hören, eine bekannten Geschichte vermittelt eine positive Vertrautheit. Vielleicht möchte Dein Kind auch einmal ein Bild der Geschichte malen.

Wenn Eltern „hinhören“ können sie anhand der Auswahl der Hörspiele ziemlich genau erfassen, welches Thema das Kind gerade besonders interessant oder spannend findet oder in welcher Stimmung es sich bewegt. Solche Lieblingsgeschichten werden oft über Tage oder Wochen immer wieder gehört, bis sich das darin bearbeitete Lebensthema quasi „erledigt“ hat. Biete Deinem Kind an, über das Thema, das es gerade beschäftigt auch abseits der Hörspiele ins Gespräch zu kommen. Frag nach, ob es Dein Kind toll fände, mit Dir gemeinsam ein Hörspiel anzuhören und bring Dich ein. Nutze diese Gelegenheit, um nicht nur über die Geschichte, sondern auch die Stimmungen und Bedürfnisse Deines Kindes ausführlich zu sprechen und Dir davon erzählen zu lassen.

Viel Freude beim Mit- und Zuhören!


Quellen:

Fotos:
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