Kindersicherheit – was bedeutet das?

Kindersicherheit ist für alle (werdenden) Eltern ein sehr wichtiges, interessantes und vor allem umfangreiches Thema, denn schließlich möchten wir Alle unser Teuerstes und Liebstes immer wohl behütet wissen. Allerdings ist der Überbegriff Kindersicherheit doch sehr dehnbar und weitläufig. Die meisten – wenn sie das Wort Kindersicherheit hören – denken automatisch an die Prävention von Unfällen unterwegs , also z. B. durch Kindersitze im Auto oder für das Fahrrad, Helme, Gurte usw. Bohrt man ein bisschen weiter, dann hört man oft noch Treppenschutzgitter für zuhause, Babyphone, Rausfallschutz für das Bett, Herdgitter, evtl. noch Steckdosenschutz. Doch Kindersicherheit ist so viel mehr….

Größtes Gesundheitsrisiko für Kleinkinder – Hochrisikogruppe

Unfallbedingte Verletzungen gehören nachgewiesen zu den größten Gesundheitsrisiken, besonders für Babys und Kinder bis 5 Jahren. Sie sind tatsächlich die häufigste Todesursache. Dabei handelt es sich in erster Linie nicht um Unfälle im Straßenverkehr. Kinder in ihrem ersten Lebensjahr verunglücken am meisten zuhause, denn gerade hier lauern im Alltag weitaus mehr Gefahrenquellen als den meisten bewusst ist. Dabei gehen Experten sogar davon aus, dass sogar etwa 60%-80% dieser Unfälle und Verletzungen vermeidbar wären. Deshalb ist hier die Unfallprävention besonders wichtig. Gerade Erstgebärenden fällt es oft schwer, umfassend den Blickwinkel vom Erwachsenen zum mobiler werdenden Baby zu verändern und mögliche Unfallquellen bereits im Voraus zu erahnen und zu minimieren.

Das kindersichere Zuhause

Schauen wir uns die vorrangige „Lebenswelt“ der Babys und Kleinkinder an.

Mögliche Gefahrenquellen sind im Zuhause unter anderem der Wohnbereich, die Küche, das Spielzeug, der Garten und die Pflanzen, evtl. die Haustiere…und vieles mehr. Gerade der Wohnbereich ist so umfangreich, dass es oft schwer fällt, an alle Kleinigkeiten zu denken (z. B. Schlafplatz, Wickeltisch, Tür-Fallen, Treppen, Spielzeug, Elektrizität, Bügeleisen, Herd, Zimmerpflanzen, Putzmittel, Medikamente, Badewanne usw…). Die Liste der potentiellen Gefahrenquellen im Zuhause scheint nahezu endlos und kann auch Angst einjagen…muss sie aber nicht.

Durch eine umfassende persönliche Beratung, die die Eltern sicherheitsbewusster und vor allem handlungskompetenter macht, durch detaillierte Hinweise und Checklisten sowie einfache Ideen zur Umsetzung lassen sich die meisten Problemzonen ganz schnell und mit nur wenig Aufwand in kindersichere Bereiche verwandeln.

Was können Eltern pro-aktiv tun?

Für den Anfang kann es schon hilfreich sein, buchstäblich den Blickwinkeln zu verändern und sich „auf die Höhe des Babys bzw. Kleinkindes zu begeben und mit dessen Augen“ die Umgebung zu betrachten. Das kann mitunter schon viele Unfälle vermeiden und zudem auch noch recht unterhaltsam sein…und für das evtl. gerade mit dem Krabbeln anfangende Baby zu einer richtig lustigen Abenteuer-Tour durch das Haus werden, gemeinsam mit Mama oder Papa.

Die Vielzahl der Möglichkeiten auf die Gefahren positiv Einfluss zu nehmen sind leider bislang nur unzureichend bekannt. Nur selten findet man ausführliche und kompetente Beratung dazu, die einen guten Überblick und wichtige Hilfestellungen geben. Anlaufstellen gibt es kaum. Ich habe mich deshalb mit mybabyflow darauf spezialisiert, werdenden Eltern oder auch jungen Familien diesen Service anzubieten. Dabei findet auf Wunsch eine persönliche Vorbesprechung, eine ausgiebige Hausbegehung und eine umfangreiche Nachbesprechung statt, bei der alle Gefahrenquellen und Risikofaktoren im Umfeld eingeschätzt und mithilfe anschaulicher Materialien und Checklisten besprochen werden. Dabei erhältst Du außerdem ausführliche Informationen und Ideen an die Hand und kannst im Anschluss bei Fragen weitere Hilfe bei mir über eine Hotline in Anspruch nehmen.

Kindersicherheitstag des BAG

Interessant ist es auch auf alle Fälle, den jährlich stattfindenden Kindersicherheitstag der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. zu besuchen, den es seit dem Jahr 2000 bundesweit gibt. Dieser kostenfreie Tag hat zum Ziel, das Bewusstsein für Unfallgefahren zu wecken und die Blicke zu schärfen.


Quellen:
www.kindersicherheit.de
Bundesministerium für Gesundheit – Mai 2017
DESTATIS, Statistisches Bundesamt – Unfälle,Gewalt, Selbstverletzung bei Kindern und Jugendlichen 2017

Fotos:
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